Mit Open Source Programmen unter Linux (privat) und Microsoft Windows (beruflich) Aufgaben organisieren, planen und durchführen. Eine möglichst einfache und einheitliche Lösung, die auf beiden Plattformen funktioniert, war mein Ziel.

Meine Brötchen verdiene ich in den Bereichen Softwareentwicklung, Systemadministration und im SAP-Umfeld. Dabei fallen die unterschiedlichsten Aufgaben an. Diese wollen hilfreich verwaltet und natürlich irgendwann auch mal erledigt werden.
Vor mehr als 10 Jahren habe ich den Vim-Editor kennen und lieben gelernt. Deshalb lag es für mich nahe eine Lösung zu suchen bzw. aufzubauen die einfache Textdateien verwendet.

Für die Verwaltung meiner Aufgabenlisten (neudeutsch TODO’s) nutze ich das TODO List syntax highlighting-Skript von Matthew Urry mit kleinen Modifikationen. Den Status [TODO], [INPROGRESS], [DONE] der einzelnen Aufgaben/Teilaufgaben werden mir in den Ampelfarben angezeigt.

so sieht ein Teil der TODO-Liste aus

Eine ähnlich strukturierte Datei hilft mir dabei meine Termine und Geburtstagserinnerungen im Griff zu behalten. Auch die Passwortverwaltung erfolgt in ähnlicher Manier, in einer, per GPG verschlüsselten, Textdatei.

Termin- und Aufgabenverwaltung ist das eine – Projektunterlagen, Programmdokumentation (nicht Quellcode!), Schulungsunterlagen und Handbücher erstellen das andere.

Gerade wenn es notwendig ist verschiedene Ausgabeformate, wie HTML oder PDF bereitzustellen, ohne daß man den Inhalt mehrfach aufbereitet, bieten sich Single Source Publishing-Softwarepakete wie Pandoc oder asciidoc an. Beide ermöglichen es unter Verwendung einfacher Auszeichnungen (=Markups/Tags) Dokumente zu erzeugen und diese in verschiedenste Formate u.a. HTML, PDF, RTF, DocBook-XML, LaTeX (-beamer), etc. zu konvertieren. Natürlich könnte man direkt DocBook-XML bzw. LaTeX schreiben. Mir geht es dabei häufig aber so, daß ich mich durch die technische Funktionalität ablenken lasse und den Inhalt etwas aus dem Fokus verliere. Abgesehen davon läßt sich der Tippaufwand deutlich reduzieren.

Zum erstellen dieser Textdateien ist kein spezieller Editor notwendig – Vim, Emacs oder auch Gedit reichen dafür aus. Wer sich überlegt, ob sich der Aufwand lohnt, sich mit Vim oder Emacs oder irgendeinem anderen Editor in der Tiefe zu beschäftigen – es lohnt sich!

Für die grafische Aufbereitung nutze ich ditaa und wenn es etwas komplexer zu geht z.B. um komplexe Modulabhängigkeiten zu Visualisieren graphviz. Bei ditaa werden einfache Zeichnungen durch Kästchen malen im Editor erstellt. Um Graphen in graphviz zu erstellen kommt die dot-Sprache zum Einsatz.

Die einzige Einschränkung was Textdateien angeht kommt jetzt – ohne Microsoft Project komme ich leider (noch) nicht aus, wo es möglich ist setzte ich aber ihm Rahmen der Projektvisualisierung Taskjuggler ein.

Durch die weitestgehend durchgängige Verwendung von Textdateien ergibt sich ein weitere Vorteil. Die Erstellung und Manipulation dieser Dokumente läßt sich zumindest teilweise automatisieren (per bash, grep, sed, awk, Python, PHP, Perl, Ruby etc.).

Der Einsatz eines Versionsverwaltungssystem wie git oder Mercurial bietet sich natürlich auch an. Damit ich von verschiedenen Rechnern immer auf die aktuellen Daten zugreifen kann und eine entsprechende Änderungshistorie habe verwende ich github.

Vielleicht konnte der Artikel die eine oder andere Idee liefern wie man sich selbst organisieren kann, den Einsatz von Closed Source auf ein Minimum reduzieren und verschiedene Open Source Programme sinnvoll kombinieren kann.

verlinkt mich / drucken:
  • Print
  • Digg
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Blogosphere News
  • FSDaily
  • HackerNews
  • Identi.ca
  • LinkArena
  • LinkedIn
  • MisterWong
  • MisterWong.DE
  • Reddit
  • Slashdot
  • Technorati
  • Twitter
  • Yigg
  • Blogplay
  • Diggita
  • eKudos
  • email
  • FriendFeed
  • Linkter
  • MySpace
  • PDF
  • Posterous
  • RSS
  • StumbleUpon
  • Tumblr
  • Yahoo! Bookmarks